Die Fotos vom Impromarathon
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1. LEIPZIGER IMPRO-MARATHON30h-Nonstop-Improvisationstheater ------- 03. Juni 2011, 18:00 Uhr bis 04. Juni, 24:00 Uhr ------- Ritterstraße 4 -- Eintritt frei!Die Fotos vom ImpromarathonAlle Fotos in Druckqualität als Download Kritik der Leipziger VolkszeitungNonstop-Spielrausch bis zur Euphorie Grandioser, bejubelter Theater-Marathon: Beteiligte aus zehn Impro-Gruppen spielen 30 Stunden lang aus dem Bauch In den Songpausen der Show-Acts dürfte der Ruf auch bis vor die große Bühne am Nikolaikirchhof gedrungen sein. "5, 4, 3, 2, 1 - los geht's!" schallte es zig Mal aus dem 50 Meter entfernten leerstehenden Laden: das Kommando für neue Spielszenen beim 1. Leipziger Intro-Marathon, eingebettet ins Stadtfest und doch 30 Stunden lang eine eigene Welt, eine rauschhafte, aus der manche nicht wieder auftauchen wollten. Von 18 Uhr am Freitag bis zur Samstag-Mitternacht wechselten sich pausenlos über 30 Schauspieler und fünf Musiker aus zehn Impro-Theatergruppen (davon acht Leipziger) auf den Brettern ab; oft vor vollbesetzten Stühlen - nachts auch mal lediglich vor den Kollegen. Eine prächtige Werbung für die sportive Kunst, Szenen, Songs, Figuren und dramatische Entwicklung aus dem Nichts zu zaubern, sich Handlungsstränge oder Grundsituationen vom Publikum geben zu lassen. Armin Zarbock, mit Susanne Bolf Organisator des von der Theaterturbine geführten Spektakels, stellt am Freitag Punkt 18 Uhr die Weichen, erklärt die Bedingungen, gibt Überblicke - dann legen Künstler los, die sich teilweise nie zuvor gesehen haben. René von der Gruppe Kaltstart aus Halle wird erst um 7 Uhr früh ein Nickerchen machen und so die meistgespielten Stunden, nämlich 13, verbuchen. Zwischen Drama um zwei Schwestern, Saloon-Eröffnung und Chanson dreht sich der Auftakt. Für das Erzählen einer Geschichte zieht Moderator Zarbock die Daumenschrauben an: Eine wachsende Zahl von Wörtern darf nicht benutzt werden. Nach fünf Stunden, um 23.10 Uhr, greift Turbinen-Mitglied Heike Ronniger gerade die Lenkerstange am Fahrrad zur Abfahrt - doch beim Anblick von zehn Kollegen, die gerade vom Publikum zu einem turbulenten "Waschsalon"-Song gepeitscht werden, entscheidet sie sich um: "Da muss ich noch mitmachen!" Vor dem Laden hat sich eine Schlange gebildet, drinnen ist alles besetzt. RTL-erprobte Mädels juchzen vor dem Schaufenster: "Ich werd' verrückt, der spielt doch bei GZSZ!" Das tut Björn Harras tatsächlich, ist aber auch Mitglied der Berliner Gorillas und deshalb extra für den Marathon angereist. Es fehlt nur wenig, den Wecker am Samstag um 7 Uhr müllreif zu schlagen, aber die Neugier, wieviel Zuschauer die Marathonis zum Frühstück haben, siegt. Antwort: seit etwa 6 Uhr keinen, aber nun tauchen die ersten Verrückten auf. Eine Spielerin von 4 Volt hat Augenringe in Unterteller-Größe, René aus Halle schläft. Kreativität um 8? Ja, das geht, zum Beispiel durch Erfinden von Nachrichtenmeldungen anhand der Zeitungs-Schlagzeilen - mit zusätzlicher surrealer Komponente, als sich draußen eine stadtreinigende Kehrmaschine laut vorbei bürstet. Auch Samstag um 13 Uhr sitzen mehrere Wiederholungstäter im Publikum, die Begeisterung ist groß. "Klasse", "spitze", "fantastisch", solche Urteile fallen regelmäßig. Trotz Saunahitze ist es auch am Nachmittag knackevoll beim Duell zwischen ImbH und Action & Drama. Zum Finale gegen Mitternacht hagelt es Jubel und Applaus: Susanne Bolf von der Theaterturbine wird als beste Spielerin ausgezeichnet, die Gruppe Action & Drama gewinnt die Teamwertung. Ein Chanson von allen Beteiligten kurz nach Mitternacht setzt den euphorischen Schlusspunkt. Fazit: Der Impro-Marathon hat fasziniert, hat trotz 30 Stunden wenige Durchhänger in der Spannung dank enormer Kreativität gehabt - und gehört unbedingt wiederholt. Armin Zarbock, der die Zahl der keinen Eintritt zahlenden Zuschauer auf 1500 schätzt, hält das für denkbar, wenn der künstlerische und finanzielle Kraftakt ausgewertet sowie Spielraum in beiderlei Hinsicht ausgelotet ist. "Obwohl ich sehr oft spiele: Solch eine Atmosphäre habe ich selten erlebt." Armin Zarbock (r.) stellt die Akteure am frühen Freitagabend vor: Katrin Büchner, Heike Ronniger, Susanne Bolf, Claudius Bruns (v.l.). Die letzten Stunden: Rappelvoll trotz Bullenhitze ist es am späten Samstagabend. Fotos: Wolfgang Zeyen Datum: 06.06.2011 Marathon gelaufenKurz nach Mitternacht endete mit einem grandiosen Charity-Song aller Beteiligten der 1. LEIPZIGER IMPROMARATHON in Leipzigs Zentrum. Es wurde gelitten, geliebt, gelobt und geleiert – und vor allem im überhitzten Raum geschwitzt. Am Ende gab es viele Gewinner: Susanne von der THEATERTURBINE als beste Spielerin, Action&Drama als Gewinner des Battle, René von Kaltstart als Improvisateur mit den meisten gespielten Stunden. Geschätzte 1500 Zuschauer verfolgten die dreißig Stunden je nach Uhrzeit in ungleichmäßiger Höhe, sodass zwischen 06:00 und 07:00 Uhr auch 45 Minuten gänzlich ohne Publikum stattfanden. Björn von den Gorillas aus Berlin sorgte als Überraschungsgast dafür, die Zahl der Teilnehmenden Gruppen auf zehn zu erhöhen. Vor aller Statistik aber Stand der Spaß am Improvisieren mit den Zuschauern und das Gefühl, bei etwas Besonderem dabei gewesen zu sein. Susanne gewinnt überschwänglich den Dreistunden-Maestro!Now Open Stage, noch fünf StundenZehn Uhr, Märchenblock. Noch zwölf von dreißig Stunden zu spielen.Und auf der Bühne beim Musical...Von innen...Am Vorabend zur Primetime03:00 Uhr - schwierige TheaterzeitNeun Stunden sind im Impromaraton gelaufen, die Recken werden müde, die Zuschauer auch. Es wird durchgehalten. Musical-Time liveDer Marathon läuft...Der Spielort von innen kurz vor dem StartDas ProgrammFreitag, 03.06 18:00 - Große Eröffnung: Ausblick auf den Marathon, Lotto: Spieler werden zufällig per Nummer gezogen 20:00 - Filmspecial: Regiewettbewerb: Directors Cut 22:00 - Musik Special: Oper, Musical, Songs, Szenen aus dem musikalischen Nichts
Samstag, 04.06 00:00 - Die Stunde der Toten: Drei Tote, Hörspiel, Der böse Zwilling, Gruselgenre 01:00 - Redlight Impro (ab 18): Ausschließlich jugendgefährdende Vorschläge werden akzeptiert 02:00 - Offenbarung: True-Story-Langform: Geschichten, die wirklich passiert sind 03:00 - Literatur am Kaminfeuer: Poetry Slam, Gedichte, Typewriter, Literarisches Quartett, Mehrköpfiger Erzähler, Ein-Wort-Geschichten 04:00 - Round and Round/ Kreisläufe der Spontanität: Taxi, Talkshow-Rondell, Reigen, Aufbau-Abbau, Replays, Genre-Dreieck 05:00 - Psychodelische Stunde: Harold: Melanie 06:00 - Es geht noch lauter: Laute Spiele: Marktschreier, Szene in 15 Sekunden, Einer spielt alle, Stuntman, Gefühlsstuhl, Neue Wahl 07:00 - Fitness Hour: Körperspiele: Das Ding, Göttinger Freeze, Gebärdendolmetscher, Sitzen-Stehen-Liegen, Pantomime, Dia-Show, Puppets 08:00 - Frühstücks-Impro: Der gute Start in den Tag, Am Frühstücktisch mit Tageszeitung: Campfire, Rituale, Horroskop, Nachrichten, Gossip 10:00 - Märchenstunde: Theater für die ganze Familie, Märchen, Kinderbuch 10:50 - Impro-Workshop I: Teaching the audience, preparation for OpenStage 11:00 - Zum Brunch: Kurz und knackig, Eine Stunde Freeze-Tag 12:00 - Liebe²: Dating-Show, First Kiss, Schizo-Date, Liebesszenen 13:00 - Theater auf Reisen: Hotel-Langform, Dolmetscher-Szenen, Lieder aus fremden Ländern 14:00 - Ladies Only: Vier Frauen, eine Bühne: Frauen spielen 14:50 - Impro-Workshop II: Teaching the audience, preparation for OpenStage 15:00 - Eine Stunde Klischees: Der Name ist Programm 16:00 - Bundesliga/ Der Impro-Battle I: Erstes Match 16:50 - Impro-Workshop III: Teaching the audience, preparation for OpenStage 17:00 - Bundesliga/ Der Impro-Battle II: Zweites Match 18:00 - Open Stage: Jeder darf mitmachen, alles ist erlaubt 20:00 - Maestro/ Großer Wettstreit der Improvisateure: Höhepunkt bauen, große Showtreppe 23:00 - Zugaben: Ausklang, Funny, Kurzszenen, Singen Die Location macht sich hübsch für den großen TagWas ist Improvisationstheater?Beim Improvisationstheater wird auf Zuruf von Stichworten der Zuschauer aus dem Augenblick heraus und ohne Vorbereitung eine Theaterszene gespielt, die durch die Spontanität und den Einfallsreichtum der Darsteller für Verblüffung, Begeisterung und manchmal auch Schadenfreude beim Publikum sorgt. Die Kürze der Szenen erlaubt eine ununterbrochene Kette unterhaltsamer live gespielter Kurzgeschichten und Lieder, die nur durch ein zuvor festgelegtes Zeitlimit für die Aufführungsdauer begrenzt wird. Das Improvisationstheater ist eine der kurzweiligsten modernen Theatergattungen und hat seine Ursprünge in den Jahrhunderte alten Formen der Commedia dell'Arte und der Stegreifkomödie. Seine Stärken liegen in der Entstehung von Geschichten aus dem Moment heraus und in der großen Nähe zum Publikum. Die Wirkung der improvisierten Szenen und Lieder ist immer überraschend und deckt die ganze Bandbreite von Genres der Künste Theater, Musik, Literatur und Film ab. Dabei rührt die Magie vor allem vom Entstehen lassen von Bildern in den Köpfen der Zuschauer und in deren Fantasie, was eine echte Interaktion und einen schöpferischen kreativen Prozess zwischen Bühne und Zuschauerraum bewirkt. Improvisationstheater wird mit viel Erfolg auch von vielen Amateurgruppen auf der ganzen Welt gespielt, kann in Schulen, bei Privatfeiern und in Firmenseminaren eingesetzt werden, fördert durch die Möglichkeit des gemeinsamen Spiels den nationalen und internationalen Kulturaustausch und wurde im Fernsehen von Formaten wie „Schillerstraße“ oder „Frei Schnauze“ adaptiert. Wer ist Spruchlandung?Am Anfang war das Wort. Nein, am Anfang war das Licht. Ach, auch das war es nicht: Am Anfang war das Ende. Zumindest stimmt das für Spruchlandung. Als sich die beiden Leipziger Improgruppen Ad Hoc und Sokratheater im Spätsommer 2006 auflösten, fand sich Spruchlandung als Auffanglager für die nun heimatlosen Improvisateure zusammen. Die trostlosen Pausen zwischen zwei Proben füllen sie mit Aufgaben von Apothekendienst bis Zusammenflicken von Verletzten in der Notaufnahme. Ein paar „Spruchpiloten“ sind schon seit zehn Jahren im Geschäft, die meisten seit 2004 dabei, und ein paar Fluglizenz-Frischlinge gibt es auch. Wer sind Uschis Erben?Uschis Erben, die Impro-Theatergruppe der Spinnwerk-Bühne. Gründet 2008 als offenes Improvisationstheaterformat, haben sie sich 2010 ein Herz gefasst, den Sack zugebunden und gemeint, dass es nun endlich an der Zeit wäre, sich auf den Bühnen der Welt zu stellen. Benannt nach einer großen Dame des Theaters, besonders in Leipzig und Magdeburg war sie zusehen, haben Uschis Erben nun wirklich ein großes Vermächtnis erhalten und werden mit Pauken und Trompeten der Welt beweisen, dass sie es können und vor allem wollen. Uschis Erben sagen Danke. Ihr wart ein wunderbares Publikum. Wir freuen uns immer noch ganz riesig und hoffen, dass wir uns bald wieder sehen. uschiserben@web.de oder auf facebook Wer ist Kaltstart?Kalt starten und warm spielen. Nach diesem Credo agieren die Akteure seit 1999. Das erfahrene Ensemble, bestehend aus Schauspielern sowie Sozial- und Theaterpädagogen, arbeitet Projekt bezogen zusammen und bildet einen Pool kreativen Austausches. Alle Darsteller verfügen über langjährige Erfahrungen als Improvisationsschauspieler. Sie sind immer auf der Suche - einerseits nach Wahrhaftigkeit und berührenden Geschichten auf der Bühne, andererseits nach neuen innovativen Projekten, um Menschen jeden Alters an das Theaterspiel heranzuführen. So manch kalter Start ließ das Ensemble in zahlreichen Städten Deutschlands und sogar im fernen China landen, sowie Kultur- und Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen initiieren. Der Blick vom Ladengeschäft/Spielort auf die Nikolaikirche |
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